Ein Dachstuhl für einen Neubau in Sasel
- Bauvorhaben
- Pfettendach, Fichte KVH, Hamburg-Sasel, 2025
- Bauweise
- Pfettendach mit stehendem Stuhl, 42 Grad
- Holz
- Fichte KVH, 8 mal 20 Zentimeter Sparren
- Abbund
- 8 Arbeitstage in der Halle
- Aufrichten
- 2 Tage, Autokran, 4 Mann
- Beteiligte
- Architekturbüro, Statiker, Dachdecker aus Volksdorf
Ausgangslage
Ein Ehepaar baut in Sasel ein Einfamilienhaus mit Klinkergiebeln. Der Rohbau stand im Mai, der Architekt wollte den Dachstuhl bis Ende Juni, weil der Dachdecker nur dann Zeit hatte. Das Dach hat 42 Grad Neigung, laut Plan zwei Gauben und einen Kaminkopf, der mitten durch die Sparrenlage geht.
Was wir gemacht haben
Wir haben ein Pfettendach mit stehendem Stuhl vorgeschlagen, weil der Dachboden später ausgebaut werden soll und die Stuhlsäulen dann in den Trennwänden verschwinden. Der Statiker hat die Mittelpfette als Brettschichtholz gerechnet, damit sie neun Meter frei trägt. Die Wechsel am Kamin haben wir im Abbund vorbereitet, damit auf der Baustelle niemand sägen muss.
Bautagebuch
- Woche 1
Aufmaß auf dem Rohbau. Die Mauerkrone liegt an einer Ecke zwei Zentimeter tiefer als im Plan, das kommt vor. Wir gleichen das mit der Fußpfette aus und zeichnen den Abbundplan um.
- Woche 2 und 3
Abbund in der Halle. 48 Sparren, 3 Pfetten, 6 Stuhlsäulen, 12 Kopfbänder, die Wechsel für Kamin und Gauben. Lasse reißt die Sparren an, Ole schneidet, jedes Holz bekommt sein Zeichen.
- Woche 4, Montag
Aufrichten, Tag 1. Um sieben steht der Autokran, um halb zehn liegt die Fußpfette. Bis zum Abend stehen Stuhl, Mittelpfette und die ersten 20 Sparren.
- Woche 4, Dienstag
Tag 2. Restliche Sparren, Wechsel, Windrispenband, Schalung an den Ortgängen. Um vier hängt der Richtkranz. Die Bauherren bringen Kuchen, der Dachdecker fängt am Donnerstag an.